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Digitalisierung

Strikt nach Fahrplan

Per Schiff machen sich Bauteile für Autoheizungen auf den Weg von Hamburg nach Langfang in China. Die Lieferkette muss stehen. Sonst wird’s im Auto ungemütlich. Und da haben Gentherm und DACHSER entschieden etwas dagegen.

Halten das Auto angenehm warm - Gentherms Bauteile für Autoheizungen

Der Transport von Rohmaterialien ist für den Autozulieferer Gentherm an der Tagesordnung und die Grundlage für ein funktionierendes Geschäft. Via Road-Logistics finden Elektronikteile, Kabel und die Bauteile der späteren Heiz- und Kühlsysteme etwa für Sitzheizungen ihren Weg von den jeweiligen Herstellerwerken in Deutschland, England, Ungarn oder der Ukraine zu DACHSER, wo sie verpackt und zum nächstgelegenen Hafen, etwa Hamburg, transportiert werden. Dort warten schon die Container und die Schiffe nach Übersee. Zum Beispiel nach Tianjin in China. Von dort geht die Ladung vom Hafen weiter per Lkw bis zur Gentherm-Produktionsstätte in Langfang.

45 Tage dauert dieser von DACHSER organisierte und überwachte Seetransport durchschnittlich von Tür zu Tür. Was schnell klingt, ist im Vergleich zu anderen Strecken viel. Zwischen Hamburg und Del Rio in Texas (USA) dauert die Reise „nur“ 19 Tage, zwischen Langfang und Japan 15 Tage und zwischen Hongkong und Korea acht Tage.

Darüber, wo sich seine Rohmaterialien gerade befinden, will Matthew Pisani, Global Transportation Manager von Gentherm, nie wirklich im Bilde sein. Das sei Sache der Dienstleister – und damit sehr oft auch der Spezialisten von DACHSER. Einer davon ist Hubert Diepolder, Key Account Manager von DACHSER Air & Sea Logistics in München. Gemeinsam mit seinen Kollegen von DACHSER Road Logistics sorgt er mit seinem Team dafür, dass allein von Europa aus monatlich über 1.100 Sendungen unversehrt und pünktlich die Produktionsstätten von Gentherm in aller Welt erreichen. Damit es in Autos immer angenehm warm bleibt.

Die härteste „Währung“: Pünktlichkeit

Sollte sich in den eng getakteten Supply Chains der Automobilindustrie der Transport nur um einen Tag verzögern, geriete die gesamte Lieferkette durcheinander. „Wir sind auf eine regelmäßige Lieferfrequenz angewiesen“, erläutert Matthew Pisani, Global Transportation Manager bei Gentherm. Jede Verzögerung könne dazu führen, dass komplexe Produktionsprozesse ins Stocken kommen. „Das wollen wir unter keinen Umständen“, erläutert Pisani die wichtigste Anforderung an seinen Logistikpartner DACHSER.

Und das ist nicht immer einfach. Vor allem dann nicht, wenn Unvorhergesehenes geschieht. Wie im Falle der pleite gegangenen Reederei Hanjin. Oder an Häfen und Flughäfen wird gestreikt, oder die Piloten selbst gehen in den Ausstand. Ein aktives Krisenmanagement ist für Matthew Pisani unverzichtbar. „Deswegen bauen wir auf einen Dienstleister, der aktiv mitdenkt und flexibel ist. Wir brauchen eine Alleskönner-Logistik.“

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