DACHSER beliefert in 25 europäischen Städten emissionsfrei
60 E-Fahrzeuge und 13 Lastenräder im Einsatz – DACHSER Emission-Free Delivery in zehn Ländern implementiert
Zu Jahresbeginn 2023 kündigte DACHSER an, in einem Zeitraum von drei Jahren die Zahl seiner städtischen emissionsfreien Liefergebiete in Europa verdoppeln zu wollen. Zum Jahresende 2025 hat der Logistikdienstleister sein Ziel erreicht. In 25 europäischen Großstädten bzw. Metropolregionen in zehn Ländern richtete DACHSER definierte Innenstadtbereiche ein, in denen ungekühlte Stückgutsendungen lokal emissionsfrei zugestellt werden. Das Unternehmen setzte damit einen weiteren Baustein seiner langfristigen Klimastrategie um.
Für die lokale emissionsfreie Belieferung kommt eine Kombination aus batterieelektrischen Lkw, elektrisch unterstützten Lastenrädern oder auch Mikrohubs in Innenstadtnähe zum Einsatz. Derzeit sind in den 25 Städten 60 elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie 13 Lastenräder im Betrieb. Im Jahr 2025 wurden in diesem Kontext rund 1,8 Millionen Kilometer ohne Treibhausgasemissionen zurückgelegt – durchschnittlich etwa 7.000 Kilometer pro Tag. Damit konnten im Jahr 2025 rund 1000 Tonnen CO2e eingespart werden. Das Einsparpotenzial ist abhängig von der Zusammensetzung des genutzten Stroms. Bei Nutzung von Grünstrom können im genannten Fall 1544,75 Tonnen CO2e eingespart werden (Well-to-Wheel). Legt man den nationalen Strommix zugrunde sind es 986,06 Tonnen CO2e.
DACHSER Emission-Free Delivery wurde 2018 in der Niederlassung Kornwestheim entwickelt und erstmals in Stuttgart umgesetzt. Die Pilotumsetzung wurde im selben Jahr vom Bundesumweltministerium im Bundeswettbewerb „Nachhaltige Urbane Logistik“ ausgezeichnet. „Mit DACHSER Emission-Free Delivery haben wir schon damals begonnen, Klimaschutz konsequent in unseren Logistikalltag zu integrieren und nicht nur darüber zu sprechen“, sagt Stefan Hohm, Chief Development Officer (CDO) bei DACHSER. „Wir verfolgen Maßnahmen, die unter realistischen Rahmenbedingungen wirken und einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Logistik leisten.“

Wir verfolgen Maßnahmen, die unter realistischen Rahmenbedingungen wirken und einen Beitrag zur Dekarbonisierung der Logistik leisten.
Stefan Hohm, CDO bei DACHSERAnfang 2023 startete DACHSER mit zwölf DACHSER Emission-Free Delivery-Gebieten in die “Mission Verdoppelung”. Grundlage für die Ausweitung auf schließlich 25 Städte, eine mehr als ursprünglich geplant, war ein modulares Baukastenprinzip, das von den einzelnen Niederlassungen anhand lokaler Bedingungen angewendet wird. Zahlreiche Vorschläge von Mitarbeitenden aus einer weltweiten Ideen-Kampagne zum Klimaschutz flossen in die Entwicklung der Toolbox ein.
Mit dem Konzept der emissionsfreien Stadtbelieferung leistet DACHSER einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in stark belasteten innerstädtischen Bereichen, da mit E-Lkw und Lastenrad lokal keine Treibhausgasemissionen verursacht werden. Für die Fahrerinnen und Fahrer verbessern sich die Arbeitsbedingungen, da batterieelektrische Fahrzeuge keine Motorvibrationen verursachen und insgesamt leiser und angenehmer zu steuern sind. Die Resonanz bei Kunden, Kommunen und Anwohnern ist ebenfalls positiv.
Zudem entstand mit DACHSER Emission-Free Delivery eine solide Grundlage, um der erwarteten Zunahme von Einfahrverboten für konventionelle Fahrzeuge in europäischen Städten begegnen zu können. DACHSER überwacht übergreifend, welche Fahrzeuge innerhalb der definierten emissionsfreien Lieferzonen eingesetzt werden und dokumentiert alle ungeplanten Abweichungen, die insgesamt jedoch nur in geringem Umfang auftreten. Für das Jahr 2025 wurde über alle Städte hinweg eine Zuverlässigkeitsquote der emissionsfreien Belieferung von 95 Prozent erzielt.
Kooperation im europäischen Netzwerk
Die Umsetzung in den 25 Städten, Amsterdam, Barcelona, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Dublin, Freiburg, Hamburg, Köln, Kopenhagen, London, Madrid, Malaga, München, Oslo, Paris, Porto, Prag, Rotterdam, Stockholm, Straßburg, Stuttgart, Toulouse, Warschau und Wien, erfolgte jeweils unter individuellen lokalen Bedingungen.
Die Größe des abgedeckten Bereichs variiert von Stadt zu Stadt. In der Regel werden betriebssame Innenstadtlagen wie Einkaufsstraßen oder Altstadtlagen abgedeckt. In Freiburg erstreckt sich die emissionsfreie Lieferzone nach mehreren Ausbaustufen mittlerweile über das gesamte Stadtgebiet. Auch die Auswahl der Fahrzeuge unterscheidet sich jeweils nach den lokalen Gegebenheiten.
„Ein wesentlicher Faktor für die weitere Umsetzung war die zunehmende Verfügbarkeit serienreifer Fahrzeuge, insbesondere batterieelektrischer Lkw mit ausreichender Nutzlast und verlässlichen Service- und Wartungsangeboten“, erklärt Alexander Tonn, COO Road Logistics bei DACHSER. „Zu Projektbeginn war dieses Angebot noch deutlich begrenzter.“
Im Laufe der Zeit bildete sich eine Projekt-Community aus allen beteiligten Niederlassungen. Sie tauschten ihre Erfahrungen aus und entwickelten lokale Lösungen weiter. „Die Integration von DACHSER Emission-Free Delivery in unsere bestehenden Netzwerkprozesse war ein zentraler Schritt, um das Konzept in den täglichen Betrieb zu überführen“, ergänzt Alexander Tonn. „Durch die modulare Toolbox und enge Begleitung durch die Experten im Head Office und der Projekt-Community können die Niederlassungen jeweils die für ihren Standort geeigneten Elemente auswählen. Dadurch lässt sich eine emissionsfreie Zustellung praktisch umsetzen und in die bestehenden Abläufe integrieren.“

Ein wesentlicher Faktor für die weitere Umsetzung war die zunehmende Verfügbarkeit serienreifer Fahrzeuge.
Alexander Tonn, COO Road Logistics bei DACHSERTrotz des erreichten Meilensteins bleibt die Ausweitung der emissionsfreien Innenstadtbelieferung sowie die Transformation hin zu Netto-Null-Emissionen insgesamt eine langfristige und kontinuierliche Aufgabe für das Familienunternehmen. Dazu DACHSER CDO Stefan Hohm: „Für uns ist Dekarbonisierung Teil der unternehmerischen Verantwortung - faktenbasiert, technologieoffen und mit Fokus auf Prozess‑ und Energieeffizienz. Wir sehen uns als Impulsgeber der Logistik im Bereich Nachhaltigkeit, symbolische Ankündigungen ohne belastbare Umsetzung lehnen wir ab.“ Nachhaltige Logistik müsse zudem wirtschaftlich Sinn machen und entlang realistischer Einsatzprofile geplant, über verlässliche Rahmenbedingungen flankiert sowie als Lernkurve im Unternehmen verstanden und umgesetzt werden. „Wir halten Kurs bei der Dekarbonisierung mit dem klaren Ziel, die Emissionen Schritt für Schritt zu senken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, so Stefan Hohm.