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GESCHICHTE

Dachser – eine Erfolgsgeschichte

Wechselbrücke, Barcode und das Supply Chain Event Management-Tool Active Report: In der Vergangenheit hat Dachser immer wieder Logistikgeschichte geschrieben und die Branche mit seinen Innovationen beeinflusst. Jahrzehntelange Erfahrung und das tägliche Miteinander vieler begeisterter Menschen über nationale und kulturelle Grenzen hinweg haben Dachser zu einem führenden Logistikdienstleister Europas gemacht. Die Geschichte des Familienunternehmens in sieben Epochen:

1930 – 1938: Die Gründungsjahre

1930 – 1938: Die Gründungsjahre

1930 – 1938: Die Gründungsjahre 1930 gründet Thomas Dachser das gleichnamige Fuhrunternehmen als Ein-Mann-Betrieb. Firmensitz: Kempten. Hauptverladegut ist Allgäuer Käse, den Dachser ins Rheinland transportiert. Um den Laderaum auch bei der Rückfahrt zu nutzen, akquirierte er im Rheinland Industriegüter für das Allgäu. Ab 1934 expandiert das Familienunternehmen; je ein Standort in Memmingen und in Neuss werden eröffnet. 1938 hat sich Dachser mit zwanzig größtenteils eigenen Fahrzeugen als führende Spedition im Allgäu etabliert.

Entwicklung der Logistik
Die Staatseisenbahnen der Länder im Deutschen Reich haben in der Verkehrswirtschaft regionale Monopolrechte und dominieren die Beförderung von Personen und Gütern. Ein steigendes Güteraufkommen in den 1920er-Jahren bringt der Reichsbahn großen Zuwachs. Gleichzeitig werden die flexiblen Einsatzmöglichkeiten von Lkw in der Wirtschaft zunehmend als Leistungs- und Kostenvorteil erkannt.

Zeitgeschehen
1931: Empire State Building in New York fertig gestellt
1936: Olympische Spiele in Berlin

 
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1939 – 1949: Kriegswirren und Nachkriegszeit

1939 – 1949: Kriegswirren und Nachkriegszeit

1939 – 1949: Kriegswirren und Nachkriegszeit In den Kriegsjahren beschlagnahmt das Nazi-Regime beinahe sämtliche Dachser-Fahrzeuge. Die Mitarbeiter werden gleich mit eingezogen. 1945 schlägt die „Stunde Null“: das Betriebsgelände in Kempten und die Niederlassungen sind nahezu gänzlich zerstört. Alte und neue Kontakte beleben jedoch schon bald das neu aufgenommene Geschäft. 1949 wird die „Thomas Dachser Spedition“ ins Handelsregister eingetragen.

Entwicklung der Logistik
Das NS-Regime in Deutschland reglementiert nach und nach das Verkehrsgewerbe und ordnet es vollständig den Zwecken der Kriegsmaschinerie unter. Der Transport kriegswichtiger Güter hat ab 1939 absoluten Vorrang. Als 1945 sämtliche Verkehrsstrukturen zusammenbrechen, steht die Grundversorgung der Bevölkerung im Mittelpunkt der Logistik.

Zeitgeschehen
1938: Volkswagenwerk gegründet
1945: Zweiter Weltkrieg endet mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands
1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und der NATO

 
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1950 – 1960: Weltwirtschaft im Aufschwung

1950 – 1960: Weltwirtschaft im Aufschwung

1950 – 1960: Weltwirtschaft im Aufschwung Ab 1950 entwickelt Dachser ein flächendeckendes Netzwerk im Inland. Der Logistikdienstleister baut internationale Verkehre auf und aus – zu Land, zu Wasser und in der Luft. Der Start des Luftfrachtgeschäfts erfolgt am 2. Oktober 1951. Mit Erteilung einer „IATA-Lizenz“ durch die International Air Transport Association beginnt die Erfolgsgeschichte von Dachser Air & Sea Logistics. 1955 wird die Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Lufthansa vertraglich fixiert. Ende der 50er-Jahre beschäftigt Dachser zirka 1.100 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von über 70 Millionen DM.

Entwicklung der Logistik
Ein starker wirtschaftlicher Aufschwung legt die Grundlage für einen boomenden Transportmarkt. Ziel ist zunächst der reine Transport von A nach B. Kunden fragen immer häufiger nach europäischen Verkehren, obwohl dabei erhebliche Beschränkungen durch Zoll- und Grenzabfertigungen zu überwinden sind. Darüber hinaus entwickelt sich auch eine Nachfrage nach Frachtmöglichkeiten im See- und Luft-Bereich.

Zeitgeschehen
1951: Deutschland, Frankreich, Italien und die Beneluxländer gründen die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), auch Montanunion genannt
1953: Ende des Korea-Krieges
1958: Weltausstellung in Brüssel

 
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1961 – 1973: Erste Innovationen

1961 – 1973: Erste Innovationen

1961 – 1973: Erste Innovationen Garantieverkehr und Wechselbrücke: Mit seinen Innovationen reagiert Dachser ab 1961 auf die wachsenden Anforderungen der Weltwirtschaft.

Dachser ist Gründungsmitglied der Kombiverkehr KG, die 1969 ins Leben gerufen wird. Deren Ziel ist die intelligente Vernetzung des Straßen- und Schienenverkehrs. Als herausragende Innovation bringt Dachser 1967 das erste „Speditions-Produkt“ auf den Markt: den Garantie-Verkehr. 1971 hat Dachser seinen gesamten Fuhrpark auf Wechselbrücken umgestellt. Später wird sich herausstellen, dass dieser Schritt für die gesamte Logistikbranche richtungsweisend gewesen ist. Dachser baut kontinuierlich das innerdeutsche und europäische Niederlassungs- und Partnernetz aus.

Entwicklung der Logistik
Die Transportsysteme der 50er-Jahre werden weiter ausgebaut, die Epoche der „Spedition“ beginnt. Erstmals setzen Unternehmen den Container für kombinierte See-Land-Verkehre ein. Diese neue Technik der Trennung von Laderaum und Fahrzeug wird in Form von Wechselbrücken auch für reine Landverkehre genutzt. So erhöht sich die Zahl der weltweiten Transporte. Durch die Gründung von EFTA und EWG werden die wirtschaftlichen Grundlagen für einen Ausbau von internationalen europäischen Verkehren gelegt.

Zeitgeschehen
1961: Mauerbau in Berlin
1967: Die Europäische Gemeinschaft wird gegründet
1969: Erste Mondlandung
1973: Ölkrise

 
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1974 – 1988: Vom Industrie- zum IT-Zeitalter

1974 – 1988: Vom Industrie- zum IT-Zeitalter

1974 – 1988: Vom Industrie- zum IT-Zeitalter 1979 stirbt der Firmengründer Thomas Dachser. Seine Töchter Dr. Christa Rohde-Dachser und Annemarie Simon übernehmen die Gesellschaftsanteile seines Lebenswerkes; die Kontinuität als Familienunternehmen bleibt so gewahrt. Ab 1980 investiert Dachser in den strategischen Ausbau seiner IT-Kompetenz und setzt auf neue Kommunikationstechnologien. 1981 wird das Logistikunternehmen als Exklusivmitglied in den weltweiten Verbund der WACO (World Air Cargo Organisation) berufen. Mit einem neuen Frischdienst spezialisiert sich Dachser 1982 auch auf den Transport von temperaturempfindlichen Lebensmitteln (heute: Dachser Food Logistics).

Entwicklung der Logistik
Durch die Abkommen zur EFTA (European Free Trade Association) und EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) können die bisher national orientierten Transport- und Speditionsunternehmen jetzt auch international agieren. Entwicklungen in der Datenverarbeitung ermöglichen die bessere Bewältigung von administrativen Tätigkeiten und stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen in der Organisation.

Zeitgeschehen
1974: US-Präsident Richard Nixon tritt nach der Watergate-Affaire zurück
1976: Erster G 7 Gipfel mit Deutschland, USA, Japan, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien
1978: Erster PC vorgestellt

 
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1989 – 1998: Neuordnung nach der Ost-West-Öffnung

1989 – 1998: Neuordnung nach der Ost-West-Öffnung

1989 – 1998: Neuordnung nach der Ost-West-Öffnung Ab 1990 löst sich der Ostblock auf und Deutschland feiert die Wiedervereinigung. Während Europa mehr und mehr zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Einheit wird, ist Dachser ein wichtiger Mittler zwischen Ost und West.

1990 bedient Dachser als erste westdeutsche Spedition flächendeckend den Osten Deutschlands. Vorreiter ist Dachser außerdem beim Barcode, den das Unternehmen ab 1993 als Standard einsetzt. Die Bereiche Luft- und Seefrachtorganisation werden 1994 zur heutigen Dachser Air & Sea Logistics zusammengeschlossen und damit zu einem selbständigen Geschäftsbereich innerhalb der Dachser-Organisation.

Entwicklung der Logistik
Im Zuge der Internationalisierung durch die Öffnung des europäischen Binnenmarktes verlagern Unternehmen Logistikprozesse zunehmend auf spezialisierte Dienstleister: Outsourcing – bei gleichzeitiger Konzentration auf eigene Kernkompetenzen – wird zum Standard.

Zeitgeschehen
1989: Fall der Mauer
1990: Deutsche Einheit
1994: Eurotunnel zwischen Frankreich und England eröffnet

 
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1999 – heute: Weltweites organisches Wachstum

1999 – heute: Weltweites organisches Wachstum

1999 – heute: Weltweites organisches Wachstum 1999 erweitert Dachser sein Europa-Netzwerk mit dem Kauf des französischen Logistik-Dienstleisters Graveleau. Vier Jahre später entwickelt das Unternehmen das Supply Chain Event Management Tool Active Report, mit dem der Kunde unaufgefordert über Unregelmäßigkeiten in seinem Sendungsverlauf informiert wird. Mit dem Programm „Global“ weitet Dachser sein Niederlassungsnetz in Asien und Lateinamerika massiv aus: Der Logistikdienstleister gründet Joint-Ventures in Indien, Thailand, Brasilien und Chile. 2008 erzielt Dachser mit 18.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist an weltweit 305 Standorten vertreten.

Entwicklung der Logistik
Speditionsunternehmen wandeln sich zu Logistikdienstleistern. Transporte, Umschlag und Lagerung werden nicht mehr getrennt von Beschaffung, Produktion und Absatz betrachtet, sondern als Querschnittsfunktion. IT und die intelligente Vernetzung von Menschen, Gütern und Systemen spielt eine immer wichtigere Rolle.

Zeitgeschehen
Ab 2001: Verknappung der Ressourcen, Umweltbewusstsein steigt
2002: In der EU wird der Euro eingeführt
2004: EU wird auf 25 Mitgliedstaaten erweitert

 
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